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Hintergrundinformation über Waren- und Dienstleistungsautomaten In dieser Rubrik werden Firmen vorgestellt, die Automaten hergestellt haben. Viele dieser Firmen existieren schon lange nicht mehr. Teilweise wurde die Produktion schon vor dem zweiten Weltkrieg eingestellt. Aus diesem Grund ist es sehr schwer noch Unterlagen und genauere Daten zu erfahren. Firmen: Über Hinweise oder weiter Informationen bin ich sehr dankbar! Heinrich H. Klüssendorf, Berlin Bekannte Adressen (evtl. nicht mehr aktuell): Diese Firma hatte Ihren Standort in Berlin. Die Gründung
dieser Firma war 1913. Im Bereich der Briefmarkengeber wurden die Automaden mind. seit 1929 produziert und bis in die 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. In diesem Fall der späten Automaten handelte es sich um Automaten für „Automatenmarken“ sogenannte ATM. Bei diesen wird der Wert der Marke im Automaten auf die Briefmarke aufgedruckt.
Seit 1992 gehörte das Unternehmen zur Gauselmann-Gruppe. Im Jahre 1995 meldete die Klüssendorf GmbH Konkurs an. Auch die Firma Nagler taucht in verschiedenen Dokumenten auf. Evtl. wurde die Firma Klüssendorf nach der Insolvenz an die Firma Nagler verkauft. Die Markenrechte sind an die Firma Automatentechnik Baumann übergegangen. Auf deren Homepage tauchen noch ehemalige Produkte der Firma Klüssendorf auf. Fa. Hänel & Schwarz, Berlin – Neukölln, Lahnstraße 30 Über diese Firma konnte ich bis jetzt relativ wenig in
Erfahrung bringen. Bis 1938 gibt es regelmäßig Patentanmeldungen. 41 Patente in verschiedenen Ländern. Im Jahre 1949 gibt es noch einmal Anmeldung von einem Curt Hänel, jetzt aber in Krefeld für ein Patent / Gebrauchsmuster (?). Die Anmeldung bezieht sich nicht unbedingt auf Automaten, ob es sich um den gleichen Hänel handelt kann nicht gesagt werden. Es scheint auch, dass dieser Antrag gelöscht wurde.
Folgende Automaten wurden auf alle Fälle von Ihr hergestellt: Fahrkartenautomaten für die Berliner S-Bahn (30er Jahre) Sparautomaten für diverse Sparkassen (20-30er Jahre) Bei
diesen Sparautomaten gab es verschiedene Ausführungen:
Prototyp für Briefannahmeautomaten ( 1 x elektrischer Betrieb, 1 x Handbetrieb) ca. 1931 Anscheinend war die Firma in den 20-30er Jahren sehr aktiv. Aus anderen Zeiträumen liegen mir noch keine Informationen vor. Was aus dieser Firma später wurde ist mir nicht bekannt. Firma Georg Wiegandt & Söhne, Berlin-Neukölln Diese Firma wurde wahrscheinlich 1926 gegründet, da sie im Jahre 1956 ihr 30 jähriges Jubiläum feierte. In den 50er hat dieser Hersteller Waren- und auch Spielautomaten und sogar Musikboxen hergestellt. In den ersten Jahren hat die Firma für andere Unternehmen Oberflächenveredelung vorgenommen. Dieser Hersteller war 1952 der erste deutsche Hersteller von Musikboxen, bis 1962 wurden 9 (?) verschiedene Geräte (Modelle) hergestellt. Nach 1949 wurde die Firma immer bekannte und größer. Die Palette der Warenautomaten war relativ umfangreich. Die Bauteile wurden in verschiedenen Automaten wiederverwendet. Die Firma stellte so bekannte Automaten wie den „VIVIL-Automaten“ oder „Kölnischwasser-Automaten“ her. Man kann sagen, dass die 50er Jahre die Blütezeit dieser Firma war. Im Jahre 1959 wurden ca. 25 verschiedene Automaten mit über 1000 Mitarbeitern am Standort Berlin produziert. Ein großer Anteil der Automaten wurde exportiert.
Im Frühjahr 1960 gab es für die Firma wirtschaftliche Schwierigkeiten, die ebenfalls in Berlin ansässige "Deutsche Waggonbau- und Maschinenfabik GmbH" (DWM) bekundete im Frühjahr 1960 Interesse an einer Übernahme von Wiegandt. Nach dem Verkauf an die DWM wurde die Produktion der Automaten in deren Werkshallen durchgeführt. Die DWM wurde später öfters weiter verkauft. ADE Automaten- und Schnellwaagenfabrik GmbH, Berlin-Reinickendorf C.ADE wurde wahrscheinlich 1867 in Stuttgart gegründet, der damalige Eigentümer hieß Carl Ade. Es gibt aber auch Quellen, die nennen Berlin als damaligen Firmensitz nennen, auf den alten Firmenschildern wird aber Stuttgart angegeben. Ursprünglich stellte die Firma Tresore und Kassen her.
Erst 1920 findet sich wieder ein Hinweis auf diese Firma. Bei einer Patentanmeldung wird die Firma ADE genannt und der Eigentümer heißt Hermann Kade.
Die Firma scheint erst in den 20er Jahren angefangen zu haben, auch Warenautomaten herzustellen. Interessanterweise gibt es in dieser Zeit erste Hinweise darauf, dass Wiegeautomaten hergestellt wurden. Es gibt in diverse Patente aus dieser Zeit. Entweder unter ADE / Kade oder nur Kade. Es wurde ein neues Logo entworfen.
In der Zeitschrift „Der Automat“, Ausgabe November 1927 findet sich eine Werbung der Firma ADE. „ADE, C.Ade, Inh. H. Kade, Geldschrank u. Tresorbau, Abt. Automaten,Berlin-Reinickendorf, Gegr. 1867“ Im Jahre 1930 – 1931 wurde die "Verkaufszentrale deutscher Geldschrank- und Stahlkammernhersteller" gegründet. Mitglieder waren C.ADE, S.J.ARNHEIM, FRANZ GARNY, Frankfurt, POHLSCHRÖDER, Dortmund und BODE-PANZER, Hannover Diese Verkaufsgemeinschaft löste sich diese aber 1932 wieder auf. In der Literatur findet man nun die Firmenbezeichnung ADE Automaten- und Schnellwaagenfabrik GmbH, Berlin-Reinickendorf ab 1934. In einer Werbung von 1936 taucht als Adresse Berlin-Reinickendorf, Sommerstr. 15-25 auf. In dieser Werbung wird nicht mehr auf den Tresorbau eingegangen. Evtl. gab es eine Trennung der beiden Bereiche Tresorbau und Automaten? Auch taucht der Name Hermann Kade nicht mehr auf.
1938 wurde S.J.ARNHEIM arisiert und zwangsversteigert. Andere Quellen sprechen von 1939. ADE gab es weiterhin bzw. fiel Teile der Firma ARNHEIM an ADE. Hierzu gibt es ein neues Logo Bezüglich dieses Zusammenschlusses gibt es aber unterschiedliche Aussagen.
In den 1960ern wurde C.ADE und S.I.ARNHEIM zusammen mit TRESORSTAHL von MAUSER WALDECK übernommen. Damit erloschen obige Firmenbezeichnungen für den Bereich Tresorbau endgültig. Die Geschichte der „Automatenabteilung“ nach dem II. WK ist noch unklar. Randinformation: Im Jahre 1934 gibt es dann in Hamburg eine neue Firmengründung mit der Bezeichnung ADE. Das Gründungsdatum stammt von der Homepage der Firma ADE. Bei einer anderen Quelle wird folgendes über ADE – Hamburg angegeben: ADE Schnellwaagenfabrik GmbH & Co. 1867 - 2001,Feldstraße 36, Hamburg Deutschland, Waagenfabrik, Gegründet 1867. Inhaber Walter R. Meyer (GmbH & Co.). Hersteller von Schnell-, Tafel-, Laufgewichts- und Aufschnittwaagen. Laut Preisliste 5E (Großhandel) vom 1. Juni 1959 ist der Firmenname „Schnellwaagen-Zentrale Walter R. Mayer“, Feldstraße 29 - 34. Nach einem Brief vom 9. Juni 1983 (Slg. Grießhaber) ist der Firmenname „ADE; Schnellwaagen- & Aufschnittmaschinen-Fabrik, Walter R. Mayer GmbH & Co KG“, Feldstraße 32 - 37, Quelle: WTB; MAL; Firmenkataloge 1930-1990er Es ist schon ein Zufall, dass auch diese Firma 1867 gegründet wurde. Wie diese beiden Firmen (ADE-Berlin und ADE-Hamburg) zusammengehören, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Beide Firmen verwenden sehr ähnliche Logos. Die Farbgebung und der Hintergrund der Logos weichen aber ab. Alle Angaben ohne Gewähr
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Letzte Aktualisierung 21.08.2010 |
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